Die Dimensionierung von Flächen im klinischen Bereich, insbesondere in den Untersuchungs- und Behandlungseinrichtungen, folgt einem speziellen methodischen Verfahren (MEDPLAN). In diesem Zusammenhang ist wesentlich, welches Leistungsprofil künftig in Ambulanzzentren, im Bereich der Notfallaufnahme, in den Spezialbereichen und auf den Stationen zu erbringen ist.
Grundlage der Raumberechnung bilden die auf die Zukunft prognostizierten Leistungsdaten medizinischer (raumdimensionierender) Einzelleistungen, die – unveränderte Leistungsdichte vorausgesetzt – an die künftigen Fallzahlen angepasst werden. Unter Zugrundelegung festgelegter Minutenwerte für die Raumbelastung bei der Erbringung von Leistungen errechnet sich die Raumanzahl der kapazitätsbestimmten Räume. Die Raum- und Flächendimensionierung als Grundlage für das theoretische Raum- und Funktionsprogramm erfolgt somit nach Maßgabe von Leistungsdaten und von vorgegebenen betriebsorganisatorischen und funktionellen Standards.
Aus dem Raum- und Funktionsprogramm entwickelt sich die Betriebsorganisationsplanung, die wiederum Grundlage ist für die prozessorientierten
Standard Operating Procedures (StOP®). Die Funktionsanalyse führt so über eine Leistungsplanung zu einem analytisch abgeleiteten Flächenbedarf.
Die künftigen Ressourcen sollen nur Investitionen auslösen, die für die geplanten Arbeitsabläufe tatsächlich erforderlich sind. Der so ermittelte Flächen- und Investitionsaufwand trägt dazu bei, unnötige Betriebskosten in der Zukunft zu vermeiden.
Die hier dargestellte Funktionsanlyse ist in Form von Generalplanungen, Betriebsorganisations- und Ablaufplanungen sowie Raum- und Funktionsplanungen in vielen Krankenhäusern und in nahezu der Hälfte aller hochschulmedizinischen Einrichtungen in den vergangenen 33 Jahren durchgeführt worden.